Thrombose-Initiative

Plakat zum Weltthrombosetag 2015

Zum Weltthrombosetag 2015 hat die Thrombose Initiative ein Plakat in Umlaug gebracht.

Es ist eine Beilage zur Zeitschrift "Der Hausarzt", die Anfang Oktober 2015 an alle Mitglieder des Hausärzteverbands verteilt wurde. Das Plakat wird in den Praxen ausgehängt.

Weltthrombosetag am 13. Oktober

Die Thrombose Initiative fordert ein bevölkerungsbasiertes Nationales Thromboseregister

Die Thrombose-Initiative fordert ein bevölkerungsbasiertes Nationales Thromboseregister. Ein solches Register könnte den Einfluss der Überalterung der Gesellschaft, der zunehmenden Adipositas und abnehmenden körperlichen Aktivität oder auch der  Rolle der Pille für die Venöse Thromboembolie (VTE) in Deutschland wirklich erkennen lassen. Um dieses Ziel zu erreichen sind neben den pharmazeutischen Firmen, die Präparate im Bereich der Prophylaxe und Therapie der VTE haben, und den Firmen zur Kompressionstherapie, die den Nationalen Thrombosetag finanziell erst möglich machen, die Krankenkassen und die Gesundheitspolitik gefordert.    

Um das Bewusstsein für das Krankheitsbild der VTE in Deutschland zu schärfen, hat die Thrombose-Initiative schon im Januar 2013 auf dem Kongress der Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseforschung einen Nationalen Thrombosetag gefordert. Daher freut es die Thrombose Initiative, dass jetzt auch die International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) aus den USA mit dem Weltthrombosetag am 13. Oktober in die gleiche  Richtung vorstößt. Der 13. Oktober ist der Geburtstag von Rudolf Virchow, der vor über 100 Jahren in Berlin maßgeblich zum Verständnis der Thrombose beigetragen hat.

Venöse Thromboembolien in Deutschland

Ergebnisse des  GermAn VTE Registers (GATE-Register)

Venöse Thromboembolien (VTE) sind mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität verbunden und es sind große Anstrengungen unternommen worden, um diese Krankheit zu verhindern. Eine frühe Mobilisierung und medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe werden ebenso empfohlen wie eine pharmakologische Prophylaxe mit einer Vielzahl von Antikoagulantien.

 

Ihre Wirksamkeit in der Prävention von VTE wurde in randomisierten, prospektiven Studien nachgewiesen, aber diese vorbeugende Maßnahmen können nur Personen erreichen, die auch als gefährdet erkannt werden.

Die Frage ist doch, warum bekommen heute noch Menschen trotz all dieser aktiven Prophylaxestrategien eine VTE. Liegt es daran,

-        dass die Prophylaxemaßnahme heute zu wenig eingesetzt werden?

-        dass die VTE trotz der Prophylaxemaßnahmen auftreten, da diese zum Teil versagen?

-        dass die meisten betroffen Patienten eine VTE entwickeln, ohne dass sie in Kontakt zu einem Arzt oder einer medizinischen Einrichtung stehen und so

von den bisherigen Prophylaxemaßnahme gar nicht profitieren können?

 

Zusammenfassung unserer zu Publikation angenommenen Arbeit:

International Journal of Clinical Practice, in pressVenous Thromboembolism in Germany: Results of the GermAn VTE Registry (GATE-Registry)

K. Kröger (a,c), Ch. Moerchel (b,c), Carsten Bus (a), Marcel Serban (a)

(a) Klinik für Gefäßmedizin, HELIOS Klinik Krefeld,

(b), Praxis für Allgemeinmedizin, Mainz

(c) Thrombose-Initiative e.V., Mainz,



Prädiagnostisches Management von Patienten

mit Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose

 

Das diagnostische Vorgehen und die Behandlung einer tiefen Venenthrombosen (TVT) unterliegen heute einem weitgehend standardisierten Vorgehen, welches in den letzten Jahren in verschiedenen Leitlinien abgehandelt worden ist. Die prädiagnostische Phase bei Menschen mit Verdacht auch eine TVT wird in diesen  Leitlinien jedoch stiefmütterlich behandelt. So ist bisher nicht geregelt, ob Menschen mit Verdacht auf eine TVT zu Fuß zur weiteren bildgebenden Diagnostik geschickt werden dürfen oder ob sie abhängig von der Wahrscheinlichkeit einer TVT und den klinischen Symptomen eher sitzend oder liegend der weiteren bildgebenden Diagnostik zugeführt werden sollen. Mit der Einführung der mobilen ambulanten Therapie der Thrombose hat sich eine Entwicklung dahingehen ergeben, dass heute die meisten Patienten zu Fuß und ohne weitere konkreten Verhaltensanweisungen zur Diagnostik geschickt werden. 

Auch die Frage der Notwendigkeit einer Antikoagulation bereits bei Verdacht auf eine TVT wurde bisher eher individuell entschieden. Dies änderte sich mit der Veröffentlichung der aktuellen 9. ACCP- Leitlinien [1]. Die 8. ACCP- Leitlinien [2]  empfahl nur sehr allgemein "Wenn der klinische Verdacht hoch ist oder wenn es eine Verzögerung bis zur Durchführung der diagnostische Tests gibt, sollte die Behandlung noch vor der endgültigen Diagnosestellung begonnen werden." In der 2012er Version der Leitlinien sagen die Autoren nun wesentlich präziser, dass "die Entscheidung über die Behandlung während des Wartens auf die endgültige Diagnostik einer Abwägung der angestrebten Minimierung thrombotischer Komplikationen bei Patienten mit schließlich nachgewiesener TVT und der Vermeidung von Blutungen bei Patienten mit schließlich ausgeschlossener TVT bedarf". Konkret formulieren sie, „je höher der klinische Verdacht für die TVT ist, desto kürzer ist das akzeptable Intervall ohne Behandlung, bis die Ergebnisse der bildgebenden Tests zur Verfügung stehen“. Umgekehrt sagen sie, „je höher das individuelle Blutungsrisiko ist, desto länger ist das akzeptable Intervall ohne Behandlung bis zur endgültigen bildgebenden Diagnostik“. Diese Empfehlung ist als Grad 2c-Level eingestuft und es gibt bisher keine randomisierten kontrollierten Studien zu dieser Problematik. Allerdings stellen diese 9. ACCP Leitlinien sowohl den Zuweiser als auch den Arzt, der die bildgebende Diagnostik durchführt, vor die Notwendigkeit, sich mir der Frage auseinander zusetzen, wann muss ich bei Verdacht auf eine TVT bereits vor der bildgebenden Diagnostik mit einer therapeutischen Antikoagulation. Tu ich es nicht und der Patienten erhebt nachher Ansprüche, dass zu langes Warten das Ausmaß und die Spätfolgen seiner TVT vergrößert hat, habe ich genauso ein Problem, wie, wenn ich eine therapeutische Antikoagulation einleite, die eine Blutungskomplikation nach sich zieht, obwohl bei dem Patienten schließlich keine TVT nachgewiesen werden konnte. Wichtig ist dies, da in den Leitlinien von einer therapeutischen Antikoagulation und nicht von irgendeiner Prophylaxedosis gesprochen wird.    

 

Zusammenfassung unserer Publikation erschienen in:

Journal of Hospital Administration 2014;3:34-38

 

Prädiagnostisches Management von Patienten mit

Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose

F. Santosa (a), A. Ramig (b), Ch. Moerchel (c), K. Kröger (a,c)

Was kann und muss der Hausarzt leisten?

Düsseldorf, 17. November 2010. Die Umsetzbarkeit der S3-Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE)“ im ambulanten Bereich war Thema eines Konsensusgesprächs, zu dem die Thrombose-Initiative e.V. Hausärzte nach Düsseldorf eingeladen hatte.

Video

Interviews

Patienteninteresse im Vordergrund

Frankfurt, 27. Juli 2010. Konkrete Vorschläge, wie die Versorgungslage bei der Thromboseprophylaxe verbessert werden kann, diskutierte die Thrombose-Initiative e.V. in Frankfurt mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung und Bundestagsabgeordneten, Wolfgang Zöller, sowie weiteren Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen und Ärzteverbänden.

Pressemitteilung

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Welche Rolle spielt die Pille?

Krefeld, 31. Mai 2010. Junge Mädchen und jüngere Frauen in Deutschland werden viel häufiger mit der Diagnose Lungenembolie ins Krankenhaus eingeliefert als gleichaltrige Männer. Dies hat die Auswertung von DRG-Daten aus den Jahren 2005 bis 2007 ergeben. Prof. Dr. Knut Kröger, Direktor der Klinik für Angiologie am Interdisziplinären Gefäßzentrum der Helios-Klinik in Krefeld und Initiator dieser Auswertung: „Es liegt nahe, die Frage nach dem Einfluss der Pille zu stellen.“

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Aktuelle ACCP-Leitlinie zum Bridging

Krefeld, Februar 2010. Das American College of Chest Physicians (ACCP) ist bekannt für seine praxisorientierten Leitlinien rund um die Thrombosebehandlung. Ihre aktuelle Leitlinie aus dem Jahre 2008 liegt jetzt auszugsweise erstmals in deutscher Übersetzung vor. Da eine vergleichbare deutsche Leitlinie bisher fehlt, hat die Thrombose- Initiative das Kapitel zum Bridging mit Genehmigung von CHEST übersetzt und hier für Sie bereit gestellt.

Download der Leitlinie