Thrombose-Initiative

Folgen

Der teilweise oder vollständige Verschluss eines Blutgefäßes führt dazu, dass das umliegende Gewebe schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Die Folge ist eine Ernährungsstörung der Zellen. Wird die Versorgung ganz unterbrochen, können sie sogar absterben, falls nicht rechtzeitig medizinische Hilfe erfolgt.

 

 

Tiefe Beinvenenthrombose

Bei der tiefen Beinvenenthrombose handelt es sich um die Entstehung eines Gerinnsels in den tiefliegenden Beinvenen, das gemeinhin als „Thrombose“ bezeichnet wird. Tückisch daran ist, dass der Betroffene nicht immer etwas bemerkt. Rund zwei Drittel aller Patienten mit einer tiefen Beinvenenthrombose haben keine Beschwerden oder nur schwache Symptome, die sie die Ursache nicht vermuten lassen. Starke Beschwerden treten meist erst dann auf, wenn ein größerer Venenabschnitt verstopft ist.

 

 

Mehretagen-Thrombose

Oftmals bilden sich Thrombosen in den tiefen Venen der Wadenmuskulatur. Wird das Gerinnsel nicht rechtzeitig erkannt, dehnt es sich möglicherweise aus. Dabei wächst der Thrombus, indem sich immer neue Blutplättchen anlagern. Auf diese Weise verschließt er nicht nur ganze Venenabschnitte, sondern blockiert auch einmündende Seitenvenen. Dadurch wird noch mehr Blut gestaut, was wiederum die Thrombosebildung begünstigt. Diese kann sich so über den Unterschenkel und das Knie bis hin zum Bauchraum ausbreiten. Der Arzt spricht dann von einer „Mehretagen-Thrombose“.

 

 

Postthrombotisches Syndrom

Wenn eine Beinvenenthrombose nicht rechtzeitig behandelt wird, verwächst das Gerinnsel im Laufe der Zeit fest mit der Venenwand. Auf diese Weise kann es zwar nicht mehr abgerissen und davon geschwemmt werden und so eine Lungenembolie verursachen, jedoch bleibt der Gefäßverschluss für das betroffene Bein nicht ohne Folgen. Langfristig kann sich ein chronisches Unterschenkelgeschwür entwickeln.
Der Blutpfropf verwandelt sich zunächst allmählich in ein poröses Gewebe, durch das nun wieder Blut fließen kann. Dies bedeutet jedoch keine vollständige Wiederherstellung der Vene. Im Gegenteil: Es kann nicht mehr ausreichend Blut zum Herzen zurückfließen und der ständige Blutrückstau erhöht den Druck in einer oder mehreren Venen. Dadurch verdicken sich die Venenwände und die innen liegenden Venenklappen, die eine wichtige Rolle beim Rücktransport des Blutes spielen, werden durch das schwammartige Gebilde verklebt. Intakte Venen versuchen zwar, die Transportaufgaben mit zu übernehmen, doch reicht dies in der Regel nicht aus.
Da das Blut nicht mehr richtig abfließen kann, kommt es zu Blutstauungen und Schwellungen des Gewebes. Es entstehen entzündliche Veränderungen im Gewebe, weil Stoffwechselschlacken und Gewebewasser nicht mehr über die Venen abtransportiert werden. Im schlimmsten Fall sterben die Hautzellen ab. Dann entsteht ein „offenes Bein“, ein nur schwer abheilendes Unterschenkelgeschwür. Dieses chronische Venenleiden wird in der Fachsprache auch als „postthrombotisches Syndrom“ oder Ulcus cruris bezeichnet.

 

 

Lungenembolie

Die Embolie oder Thromboembolie ist eine der gefährlichsten Folgen der Thrombose und kann tödlich sein. Der Thrombus in der Beinvene kann ganz oder teilweise von der Gefäßwand abgerissen werden und vom Blut über die Blutgefäße und das Herz in den Lungenkreislauf geschwemmt werden. Dort verursacht er einen plötzlichen Verschluss der Lungengefäße und damit eine akute Durchblutungsstörung der Lunge. Typische Symptome einer Lungenembolie sind Brustschmerzen und Atemnot. Bei diesem lebensbedrohlichen Zustand muss sofort ein Arzt gerufen werden.

 

Lungenembolie