Bild mit Schatten am Reand der Website

Das zweite Expertenmeeting „Dialog Thrombose“ tagte in Mainz

19. Mai 2009, 18.00-19.30 Uhr, Mainzer Rathaus

Im Rahmen des Deutschen Ärztetages in Mainz veranstaltete die Thrombose-Initiative e.V. im Mai 2009 das zweite Expertenmeeting „Dialog Thrombose“ für Politiker, Ärzte und Entscheider von Verbänden und Krankenkassen. Die Veranstaltung, deren Ziel es ist, ein Bewusstsein für die Prävention thromboembolischer Erkrankungen zu schaffen sowie eine breite wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem bisher vernachlässigten Krankheitsbild voranzutreiben, fand im Mainzer Rathaus statt. Die Schirmherrschaft für das Diskussionsforum übernahm der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel.

In der hochkarätigen Diskussionsrunde wurde nach Möglichkeiten der besseren Erfassung und Vorbeugung von Lungenembolietodesfällen gesucht. Denn: Obwohl Thrombose und Lungenembolie grundsätzlich vermeidbare Erkrankungen sind, werden in Deutschland jährlich weit über 100.000 Thrombosen diagnostiziert. Mehrere tausend Menschen sterben an den Folgen einer Lungenembolie, die meist durch eine Thrombose verursacht wird. Daher ist verstärkte Aufklärung und Sensibilisierung für die Erkrankung notwendig – darüber waren sich die Teilnehmer des Expertenmeetings einig. Anneliese Bodemar von der Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz regte an: „Hier können zum Beispiel wir als Krankenkasse unterstützen und in unserer Mitgliederzeitschrift oder auf der Website über das Krankheitsbild einer Thrombose informieren.“
Darüber hinaus ist es wichtig, möglichst viele Daten von Patienten mit Thrombose oder Lungenembolie zusammenzutragen. „Das Patientenregister ist in dieser Hinsicht ein wichtiger Schritt, um die wissenschaftliche Datenlage zu verbessern und valide Schlussfolgerungen für die Versorgung ziehen zu können“, erklärte Prof. Dr. med. Knut Kröger, Stellvertretender Vorsitzender der Thrombose-Initiative e.V. und Direktor der Klinik für Angiologie des Helios Klinikums Krefeld. Die ersten Fragebögen von 100 Teilnehmern wurden bereits ausgewertet. Es handele sich dabei zwar um kein repräsentatives Ergebnis, aber die Angaben der Patienten zeigten doch in der Tendenz ein Informationsdefizit in Bezug auf die Thrombose-Prophylaxe, erläuterte Prof. Kröger.

Zu den Teilnehmern in Mainz zählten: Dr. Peter Heinz vom Hausärzteverband, Dr. Günther Gerhardt von der KV Rheinland-Pfalz, Privat-Dozent Dr. Joachim Moerchel, Allgemeinmediziner in England, Dr. Bernhard Lenhard von der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Werner Strasser von der AOK Rheinhessen, Dr. Peter Enders, MdL (CDU) und Mitglied des Landtagsauschusses für Gesundheit und Soziales, Prof. Dr. Reinhard Urban, Dekan des Fachbereichs Medizin der Universität Mainz, Anneliese Bodemar von der Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz sowie Dr. Kuno Winn, Vorsitzender des Hartmann-Bunds, und Hans Keller vom Apotheker-Verband. Die Diskussion wurde wie bereits in Berlin von Sybille Seitz, ARD und RBB, moderiert.

„Wir freuen uns über die Bereitschaft der Teilnehmer, die Ziele der Thrombose-Initiative zu unterstützen“, resümiert Dr. med. Christian Moerchel, Vorsitzender der Thrombose-Initiative e.V. und Facharzt für Allgemeinmedizin in Mainz die Veranstaltung.  Auch in Mainz wurde die so genannte „Erklärung zur venösen Thrombose“, die im Rahmen des Expertenmeetings in Berlin entstand, vorgestellt und von den Teilnehmern per Akklamation verabschiedet.

Flyer (PDF, 607 kB)

Mainzer Erklärung (PDF, 38 kB)

DocCheck-Login

Hier gelangen Sie zum Ärztebereich.

Ärztebereich

Prophylaxe und Therapie

Die Thrombose-Initiative bietet auf der Medica 2011 eine zertifizierte Fortbildungs-
veranstaltung zu venösen Thromboembolien an.

Medica

Termine

Venentage – Bonn

24.-25. Februar 2012

www.viavital.net